Auf ein Neues: Finest Spirits & Beer 2015 in Bochum

Nach einer, zu mindest für die Aussteller, aufgrund niedriger Besucherzahlen relativ schwachen Premiere im letzten Jahr steht Frank Böers Craft-Beer- und Spirituosenmesse auch dieses Jahr wieder in den Startlöchern. Vom 09.-11.10. gibt es auf der Finest Spirits & Beer in der bewährten Kulisse der Jahrhunderthalle in Bochum wieder allerlei alkoholische Leckereien zu erleben.

Knapp 60 Aussteller zählt die Liste der teilnehmenden Brauer und Brenner in diesem Jahr und es ist zu hoffen, dass die rund 2.200 Besucher von letztem Jahr dieses Mal deutlich übertroffen werden. Wenigstens die äußeren Umstände scheinen deutlich vorteilhafter zu sein: es zeichnet sich kein Bahnstreik ab und die AquaVitae in Mühlheim findet diesjährig auch erst am darauf folgenden Wochenende statt.
Leider vermissen wir im Craft-Beer Segment dieses Jahr persönliche Favoriten wie Ale-Mania und Hanscraft & Co. Treu geblieben sind dafür aber SchoppeBräu sowie Sebastian Sauers Freigeist Bierkultur bzw. der Bierkompass und wir freuen uns z.B. besonders auf die Schweizer Brauer von Doppelleu.
Wir werden voraussichtlich am Freitag und Samstag unsere Runden drehen und natürlich viel proBieren und ausführlich berichten. Haltet die Augen offen nach unseren schönen, grünen T-Shirts und sprecht uns gerne mal an!

Advertisements

Mainz bekommt eigene Craft Beer Messe!

Wie wir der unterstehenden Pressemitteilung entnehmen können, bekommt Mainz im November diesen Jahres seine eigene, auf unser Aller Lieblingsgetränk spezialisierte Messe. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Format entwickelt und auf die Resonanz in der Szene. Es wäre auf jeden Fall sehr wünschenswert, eine weitere Möglichkeit zum Austausch mit Brauern und Bier-Freunden zu haben und die Daumen für die erfolgreiche Erstveranstaltung sind gedrückt! 

Zwei Tage im Zeichen höchster Braukunst: Am 27. und 28. November 2015 veranstaltet das Messeunternehmen RAM Regio die erste CraftBeerMesse der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz. In der Alten Lokhalle werden kreative Brauer ihre Produkte vorstellen und zum Verkosten anbieten. Der angeschlossene HobbyBrauerMarkt bietet interessierten Besuchern das nötige Equipment zum Selberbrauen. Vorträge und Workshops liefern das Wissen dazu. Auch ein Hobbybrauerwettbewerb ist geplant. Im Bereich „Finest Food“ kann der Messebesucher bei ausgesuchten Anbietern den berühmten Bierhunger stillen. Im Messeshop stehen die präsentierten Biere zur Mitnahme bereit. Partner des Messeveranstalters ist das CraftBeer-Zentrum Mainz. Die Projektleitung der CraftBeerMesse liegt in den Händen von Michael Hay, selbst Hobbybrauer und Craft Beer Fan. Unter dem Begriff Craft Beer (Craftbier) versteht man individuell gebraute Biere, die sich in Qualität und Geschmack von den industriell gefertigten „Massenbieren“ abheben. Dabei experimentieren kreative Brauer auch schon mal mit Zutaten jenseits von Hopfen, Malz, Wasser und Hefe und lassen historische Bierstile wieder aufleben. Natürliche Zutaten und traditionelle Braukunst, verbunden mit innovativen Rezepten, zeichnen die Craft Brauer aus. Der deutsche Craft Beer-Markt erfreut sich an stetigem Wachstum. Regelmäßig eröffnen neue innovative Brauereien, die mit Sorten wie Porter, Rauchbier, India Pale Ale oder Barley Wine die deutsche Bierlandschaft bereichern und mit ungeahnter Geschmacksintensität bei bekannten Stilen wie Pils oder Weizen überraschen. Die Bekanntheit solcher Bierspezialitäten zu steigern und deren Verfügbarkeit in Gastronomie und Handel zu erhöhen ist das Ziel der Mainzer CraftBeerMesse. Mit ähnlicher Zielsetzung veranstaltete die RAM Regio in diesem Jahr erstmals die Wein-Direktverkaufsmesse „RegioWein“. 78 Winzer aus den umliegenden Weinregionen konnten an ihren Probierständen erfolgreich auf sich und ihre Weine aufmerksam machen und dabei über 800 Kisten Wein verkaufen. Die erste Mainzer CraftBeerMesse wird an beiden Veranstaltungstagen – Freitag und Samstag – von 14 bis 22 Uhr geöffnet haben. Kontakt: Michael Hay, Tel. 06131 96504-40, E-Mail m.hay@ram-gmbh.de. Weitere Infos: www.craftbeermesse.de, www.facebook.com/craftbeermesse 

 

Finest Spirits & Beer 2014 in Bochum

Vom 17.-19.10.2014 fand erstmalig in der Bochumer Jahrhunderthalle die Finest Spirits & Beer statt – wir waren dabei.

Initiator und Veranstalter Frank Böer ist ein Mann mit Ideen und Ambitionen: nachdem er bereits die Finest Spirits sowie die Braukunst Live! in München (hier gibt’s unseren Erfahrungsbericht zu letzterem) ins Leben gerufen und mehrfach veranstaltet hat, macht er sich nun auf, auch den Ruhrpott zu beglücken. Und was läge da näher, als einfach beide Veranstaltungen zu kombinieren und die Finest Spirits & Beer auszurufen?

Die Location Jahrhunderthalle Bochum könnte dabei nicht passender gewählt sein: sie verkörpert nicht nur all das, was man gemeinhin mit Industriekultur und dem Ruhrpott verbindet, sondern ist auch bereits Anfang des Jahres Location für die Whisky ’n‘ More gewesen. Am letzten der drei Ausstellungstage fanden wir dann auch endlich unseren Weg zu Bier und Whisky. Mit den Eindrücken der BKL in München Anfang diesen Jahres im Kopf bot sich in Bochum in weiten Teilen ein ganz anderes Bild. Auffallend war als erstes sicherlich die relativ geringe Besucherzahl. Schrieben wir anfangs diesen Umstand noch dem herrlichen, sonnigen Herbstwetter und dem Sonntag zu (schließlich darf man davon ausgehen, dass am Montag die meisten Menschen wieder zur Arbeit erscheinen müssen), erfuhren wir doch später im Gespräch mit diversen Brauern, dass leider auch die anderen beiden Tage nicht besser frequentiert waren.

So konnten sich doch auch wirklich einige interessante Gespräche mit den Ausstellern ergeben, was für den Besucher sicherlich ein angenehmer Faktor sein dürfte (es war wesentlich mehr Platz in den Gängen, die im übrigen auch deutlich breiter als auf der BKL gestellt waren). Frank Böer sowie die Aussteller dürften der geringeren Besucherzahl allerdings aus nachvollziehbaren Gründen nicht so positiv gegenüber stehen. Wir können also nur hoffen, dass auch der Veranstalter die Gründe für nicht schwerwiegend genug hält, um gleich nach der ersten Veranstaltung dieser Art, gerade im Ruhrgebiet, diese Events gleich wieder einzustellen. Den Markt für interessante Biere gibt es gerade hier nämlich allemal.

Dabei erwarteten den interessierten Bier- oder Whiskytrinker in Bochum ein wirklich schönes Gemisch beider Genusswelten. Die Aufteilung lag etwa bei 50/50 und man verzichtete (vermutlich bewusst) auf eine klare Trennung von Bier- und Whiskyteil, so dass man zwangsläufig auch als Biertrinker immer wieder an einem Whisky, Rum oder bayerischem Gin vorbeikam (und probierte). Fehler im System, die auf der BKL noch störten, wurden in Bochum behoben: in regelmäßigen Abständen standen nun Mineralwasserspender, die man entweder zum Ausspülen des Glases oder zur kurzen, nichtalkoholischen Tränkung nutzen konnte. Auch ein weiterer, großer Kritikpunkt der BKL konnte aufgrund der vorhandenen Infrastruktur behoben werden: die Jahrhunderthalle bietet mehr als genug Toilettenanlagen, so dass zu keinem Zeitpunkt Gedränge oder Wartezeit aufkam. So wünscht man sich das!

Im Vordergrund sieht man gut eine der Trinkwasser-/Spülstationen

Im Vordergrund sieht man gut eine der Trinkwasser-/Spülstationen

Auch das Angebot an verschiedenen Brauereien war durchaus variantenreich und gut gemischt (schön auch zu sehen, dass sich Lokalpatriot Moritz Fiege nicht lumpen ließ, auch mit einem Stand vertreten zu sein – das dort zum snacken angebotene karamelisierte Malz ist der Hammer!). Einer unserer Lieblingsstände war der gut sortierte Stand von Freigeist Bierkultur, die sich mit Mikkeller, To Øl und Nøgne Ø auf dänisch-norwegische Völkerverständigung spezialisiert hatten und mit sympatischen und kompetenten Standpersonal zu jedem Bier eine kurze Erläuterung geben konnten (danke Phil!).

 

Fachkundiges, perfekt geschultes und vor allem freundliches Personal hatte aber diesmal wirklich jeder Aussteller am Stand, so dass in Verbindung mit dem vielen Platz und der Zeit, die sich jeder nehmen konnte, wirklich jede Verkostung ein tolles Erlebnis war.
IMG_5791

Sehr schön ist auch immer wieder zu sehen, wie sich die bekannten deutschen Craft-Brauer verständigen und kooperieren, statt gegeneinander zu arbeiten: Schoppe Bräu, Hanscraft & Co. / Hans Christian Müller und Ale-Mania teilten sich einen großen Stand.
Eigentlich sollte die Masterclass von Thorsten Schoppe – für die wir uns direkt beim Betreten der Halle angemeldet hatten – im Seminarraum stattfinden. Thorsten hatte aber leider nur 6 Anmeldungen zu verbuchen und so beschloss er (sehr zu unserer Freude), die Verkostung direkt am Stand mit Bieren frisch vom Fass zu halten. Und wie wir es erwartet hatten, wurden wir nicht enttäuscht. Thorsten gab im Gespräch tolle Eindrücke vom Brauerleben, seiner Laufbahn und der Situation zur deutschen Craft Bier Szene generell. So persönliche Kontakte waren in München leider nicht möglich.

IMG_5793

Das Dreigestirn der deutschen Craft Bier Szene am Platz

Wenn man also viel besser gemacht hat, woran lag es dann, dass trotzdem (zum mindest für uns augenscheinlich) die Besucher ausblieben? Lag es an der gleichzeitig in Mülheim stattfindenden Whisky-Messe Aquavitae, die zu mindest einen Teil der potentiellen Besucher eher nach Mülheim zog? Lag es an dem doch recht hohen Preis von € 20,- der vielleicht für das noch nicht ganz so „vercraftete“ Ruhrgebiet etwas hoch sein könnte? Unverständlicherweise wurden auch keine Mehrtagestickets angeboten, so dass man den vollen Preis nochmals zahlen musste, wenn man die ganze Bandbreite der angebotenen Produkte probieren wollte. An einem einzigen Tag jedenfalls schafft man kaum ein Viertel der Messe. Wie immer liegt das nicht nur an der fehlenden Zeit, ganz besonders bei den vielen Möglichkeiten zu intensiveren Gesprächen. Bei solchen Veranstaltungen mit Bier- und Spirituosenverkostungen ist eben irgendwann immer dann auch mal „das Maß voll“, wenn ihr versteht, was ich meine. Insgesamt dürfte hier aber auch der Bahnstreik an diesem Wochenende stark ins Gewicht gefallen sein. Wer möchte bei so viel feinem mit teils recht hohem Alkoholgehalt schon mit dem Auto kommen?

Wie dem auch sei: Wir freuen uns sehr, das der Termin für nächstes Jahr (zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) bereits wieder gebucht ist, allerdings auch wieder parallel zur Aquavitae und kommen für unsere persönlichen Eindrücke zu dem Fazit:

eine tolle Messe mit variantenreichen Ausstellern die einlädt, auch mal zu probieren, was man sonst nicht trinken würde!

IMG_5792

Cheers / Sláinte!

 

 

Bierverkostung: Hanscraft & Co. Backbonesplitter West Coast IPA

Christian Hans Müller sorgte bereits mit seinem Bayerisch Nizza für Aufsehen und dies nicht nur wegen der hervorragenden Qualität des leichten Sonmerbieres, sondern auch wegen dem Streit mit den Anwälten des Bayerischen Brauerbundes um die Bezeichnung „Bayerisch“ (Kollege Felix vom Endt berichtete ausführlich auf seinem Blog).
Jetzt hat sich der Münchener Brauer mit dem Label Hanscraft & Co. eine Möglichkeit geschaffen, auch weniger traditionell deutsche bzw. bayerische Biere zu brauen: Hanscraft & Co. soll sich nämlich im Besonderen international inspirierten Bierspezialitäten widmen.

Den Anfang macht das West Coast IPA Backbonesplitter. Mit einer extrem guten Bewertung bei ratebeer.com versprach auch diese Kreation ganz großen Biergenuss und in der Tat wurden wir bei der Verkostung nicht enttäuscht!

Backbonesplitter West Coast IPA

Backbonesplitter West Coast IPA

Mit 60 IBU bei 6,6 %-Vol. Alkoholgehalt pendeln wir uns auf jeden Fall schon mal bei den gängigen Werten für (West Coast) IPAs ein. Im Glas entsteht beim Einschenken ein feiner Schaum der sich jedoch relativ rasch von dem satt bernsteinfarbenen Bier verflüchtigt. Auch in der Nase festigt sich das Bild eines sehr guten, typischen IPAs mit einer Mischung von Zitrus und exotischen Früchten und ich meine sogar einen Hauch Banane vernommen zu haben. Geschmacklich entfaltet sich die quad-hopped Hopfenbombe dann richtig: Horizon, Amarillo, Centennial und Simcoe sorgen für ordentlich Herbe und ein erfrischendes Aroma (die Eindrücke vom Duft machen sich hier wieder bemerkbar). Es bleibt außerdem ein dezentes Malzaroma mit angenehmer leichter Süße, die den Hopfen gut auffängt.
Ein hervorragender Einstieg in das klassische IPA Segment und ein sehr gutes Bier wie man es so in Deutschland nur von einer handvoll Brauern kennt. Unbedingt probieren (zum Beispiel bei „Die Currywurst“ in Wanne-Eickel erhältlich)!

Bierverkostung – Craftwerk Skipping Stone Summer Ale

Als hätten die Jungs und Mädels von Craftwerk es geahnt: rechtzeitig zu den hochsommerlichen Temperaturen erreichte uns ein Probierpaket mit dem neuen Skipping Stone Summer Ale. Kann das leicht Sommerbier den guten Start der Marke weitertragen?

Ein gutes Jahr hatte Bitburger nun Zeit, sich auf dem auch in Deutschland immer größer werdenden Craft-Beer Markt zu behaupten. Nach der anfänglichen Skepsis über den gewagten Schritt kann man jedoch mittlerweile mit gutem Gewissen sagen: ja, das ist gutes Craft-Beer geworden! Im vergangenen Jahr überzeugte uns das Start-Lineup mit 3 recht unterschiedlichen Bieren (zum Verkostungsbericht geht’s hier) vom Potential der Marke. Heute kam das Skipping Stone Summer Ale ins Glas.

Goldgelb mit einer feinporigen, stabilen Schaumkrone macht das Ale im Glas eine gute Figur. In der Nase erwarten uns erwartungsgemäß die typischen Aromen von Mango, Südfrüchten und Zitrusfrüchten. Das erfrischt schon herrlich bei knappen 30° C Außentemperatur.

Bei der empfohlenen Trinktemperatur von 10-13° C entfaltet sich im Mund ein ähnlicher, tropischer Fruchtkorb mit sehr angenehmer Hopfenbittere (verwendet wurden hier die Sorten Hersbrucker Spät, Hallertauer Mittelfrüh, Nordbrauer und Brewers Gold, IBU 40) die nachhaltig erfrischt. Dass die empfohlenen Trinktemperaturen nicht nur eine nette Info am Rande sind zeigte sich bei unserer zweiten Testflasche, die wir etwas zu stark gekühlt verkosteten (geschätzt bei 5-8° C), wodurch ein Großteil der Geschmacksnuancen verloren ging.

Nicht nur geschmacklich eignet sich die Craftwerk-Kreation bestens für heiße Sommertage: mit einem Alkoholgehalt von schlanken 4,8 %-Vol. kann man davon auch mal mehr als eine Flasche trinken.

Der einzige Wermutstropfen ist leider immer noch, dass sich die Craftwerk-Bräus in keinem Supermarkt oder Getränkehandel neben den üblichen Fernsehbieren finden, sondern immer noch ausschließlich über den Onlineshop bezogen werden können.

Mit den 4 Produkten hätte sich Craftwerk nämlich auf jeden Fall eine sehr solide Basis geschaffen und müsste die Konkurrenz im Laden nicht fürchten! Wir freuen uns schon auf die (hoffentlich geplanten) Winterbiere!

 

Tap House Munich – Craft Beer Bar in der bayrischen Hauptstadt

Als wir Ende Februar anlässlich der Braukunst Live! in München waren, konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, dem erst im November vergangenen Jahres eröffneten Tap House Munich einen Besuch abzustatten.

Schon von der ungeheuren Biervielfalt der Messe beeindruckt machen wir uns also auf zur vermutlich „längsten Theke“ Münchens in der Rosenheimer Straße, Ecke Orleansstraße. Wenn man nicht weiß, dass man sich in unmittelbarer Nähe des Tap House befindet, könnte man aufgrund relativ dezenter Außenwerbung fast schon an der Lokalität vorbeilaufen. Am Samstag Abend gegen 21 Uhr war es leider (oder für die Betreiber von Camba Bavaria zum Glück) schon sehr voll, so dass an einen Platz an der Theke nicht zu denken war. Da die Münchener aber in unserer Erfahrung ein sehr geselliges Völkchen sind, fanden wir fix noch Platz mit anderen Bierbegeisterten an einem Tisch.

Was der Bar an Aussenwirkung fehlt macht sie im Innendesign jedoch rasch wieder wett:
Blickfang ist sicherlich die eingangs erwähnte Theke, über der auch die 40 Tap-Biere angeschlagen sind. Ansonsten finden sich rustikale Holzbalken und unverputzte Backsteine.

Der erste, doch ziemlich euphorische, Eindruck wurde bereits vom äußerst verzögert bei uns eintreffenden Kellner getrübt:
laut Information der Servierkraft könne es ca. 30 Minuten dauern, bis wir unsere erste Bestellung bekämen. Und tatsächlich brauchte das frisch gezapfte Bier knappe 20 Minuten, um den Weg zu unserem Tisch zu finden. Preislich siedelten sich selbst die Camba-Biere vom Fass im eher höheren Niveau an (0,3 ab 3,50 €), auch wenn die Biere natürlich hochqualitativ sind und sich keineswegs mit dem Standard-Pils aus der Bahnhofsspelunke vergleichen lassen. Die kleine aber sehr passende Speisenkarte war dagegen auffällig günstig. Unser Highlight war das Bier-Chili mit frischem Brot für sagenhafte € 4,90. Für die Größe der Portion und die Qualität wirklich günstig!

Trotz der Kritik aufgrund der langen Wartezeit – vermutlich der gleichzeitig stattfindenden Braukunst Live! und den bierdurstigen Besuchern des Camba-Standes geschuldet – ist das Tap House für Reisende wie Einheimische ein absolutes Muss, wenn man traditionelle Münchener Bierkultur mit außergewöhnlichen neuen Geschmäckern kombinieren möchte.

Selbst gebraut – die Zweite!

Ziemlich genau drei Wochen vor Weihnachten haben wir uns wieder getraut: Die zweite Runde mit meinem Selbstbrauset stand an. Mit der Erfahrung unseres ersten Durchgangs, einer anderen Mischung und ein wenig Motivation sollte alles besser werden. Und siehe da: Mehr als diese Zutaten braucht man nicht, um ein trinkbares Bier herzustellen. Weiterlesen