Mücke – Craft Beer ausm Revier

Besonders im vergangenen Jahr gor es richtig in der lokalen Craft-Bier-Szene und diverse Brauerei-Startups, Biershops und weitere, bierverwandte Unternehmen gingen an den Start. Wohl die von unserem Bochumer Standort aus gesehen nächste Craft-Location haben die Jungs von MÜCKE (benannt nach dem letzten Grubenpferd der Zeche Zollverein) aus Essen Anfang Oktober exklusiv im BIERMUDA mit dem Launch ihrer ersten zwei Biere präsentiert.

Max vom Biermuda und die beiden MÜCKEn

Max vom Biermuda und die beiden MÜCKEn

 

14826250_10205144979222344_1552361393_nDas exotischere der beiden Start-Bräus ist mit Sicherheit das Ingwer Pale Ale. Auf Basis eines Pale Ales mit 4,9%-Vol. erwartet uns ein satt bernsteinfarbenes Bier mit kräftigem Schaum. Man muss gar nicht nah rankommen, um direkt auch blind zu wissen, was einen erwartet: ein toller Geruch nach frischem Ingwer strömt in die Nase. Begleitet wird der Eindruck von Zitrusnoten, die sich naturgemäß als passender Partner für den Ingwer präsentieren. Im Antrunk erlebt man dann eine freudige Überraschung: hier handelt es sich wirklich um ein Pale Ale mit echtem Ingwer und nicht um eines dieser „künstlichen“ Ingwerbiere, welche sich im Kleingedruckten meist als Biermischgetränke herausstellen. Der Ingwer harmoniert hervorragend mit den zitronigen Hopfenaromen und macht das Bier zu einem sehr erfrischenden Getränk. Super als Begleiter zum Sushi!

14797526_10205144979502351_892636715_nBeim Single Hop Comet ist man dann wieder „traditioneller“ unterwegs: eine solides, kräftiges (5,9%-Vol) Pale Ale auf Comet-Basis. Wie zu erwarten haut einen hier eine wahre Maracuja-Bombe um! Sowohl in der Nase als auch im Antrunk dominiert die tropische Frucht deutlich vor einem kräftigen Malzkörper und einer doch recht deutlichen Bittere. Leider war in meiner Abfüllung etwas wenig Kohlensäure vorhanden, was dann auch die geringe Schaumbildung erklärt.
Beide Biere waren im Biermuda innerhalb weniger Tage restlos vergriffen und auch sonst aufgrund von Produktionsengpässen bereits nicht mehr zu bekommen. Zurzeit sind die Mücke-Jungs Dennis, Darijo und Michael bereits im Gespräch mit einer neuen Brauerei, bei der sie die nächsten Sude brauen können. Sofern man sich hier einig wird, kommen wir voraussichtlich noch rechtzeitig zu Weihnachten (genauer gesagt Mitte Dezember) in den Genuss von neuen MÜCKE-Bieren.

Maisel & Friends‘ neue im Test

Schon seit längerem ist die Brauerei Maisel aus Bayreuth nicht mehr nur für ihr feines Weißbier bekannt. Unter der Marke „Maisel & Friends“ gibt es mittlerweile ein dauerhaftes Programm an Bierspezialitäten, die sich allesamt sehen lassen können. Mit dem IPA, dem Citrilla Wheat und dem Hopfenreiter kommen nun gleich drei frische Vertreter im 0.33er-Gebinde („Session-Biere“) in den Handel. Probiert haben wir sie wohl…

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Auf ein Neues: Finest Spirits & Beer 2015 in Bochum

Nach einer, zu mindest für die Aussteller, aufgrund niedriger Besucherzahlen relativ schwachen Premiere im letzten Jahr steht Frank Böers Craft-Beer- und Spirituosenmesse auch dieses Jahr wieder in den Startlöchern. Vom 09.-11.10. gibt es auf der Finest Spirits & Beer in der bewährten Kulisse der Jahrhunderthalle in Bochum wieder allerlei alkoholische Leckereien zu erleben.

Knapp 60 Aussteller zählt die Liste der teilnehmenden Brauer und Brenner in diesem Jahr und es ist zu hoffen, dass die rund 2.200 Besucher von letztem Jahr dieses Mal deutlich übertroffen werden. Wenigstens die äußeren Umstände scheinen deutlich vorteilhafter zu sein: es zeichnet sich kein Bahnstreik ab und die AquaVitae in Mühlheim findet diesjährig auch erst am darauf folgenden Wochenende statt.
Leider vermissen wir im Craft-Beer Segment dieses Jahr persönliche Favoriten wie Ale-Mania und Hanscraft & Co. Treu geblieben sind dafür aber SchoppeBräu sowie Sebastian Sauers Freigeist Bierkultur bzw. der Bierkompass und wir freuen uns z.B. besonders auf die Schweizer Brauer von Doppelleu.
Wir werden voraussichtlich am Freitag und Samstag unsere Runden drehen und natürlich viel proBieren und ausführlich berichten. Haltet die Augen offen nach unseren schönen, grünen T-Shirts und sprecht uns gerne mal an!

Brewcifer startet Crowdfunding-Kampagne

Seit 2013 betreibt der Hopfenteufel Jochen Mader bereits äußerst erfolgreich seine Gypsy-Brauerei mit dem passenden Namen Brewcifer. Seine Sude jenseits des Reinheitsgebots tragen klangvolle Namen wie Hops & Needles (mit Fichtennadeln), Spark (mit Chili) oder Rhubarb Wire (mit Rhabarber). Bisher waren aufgrund der geringen Produktionsmengen außerhalb von Hamburg leider selten mal Flaschen erhältlich.

Jetzt möchte Jochen sich endlich den Traum von der eigenen Brauerei mit angeschlossenem Taproom erfüllen. Auch hierfür hat er schon den passenden Namen gefunden: Teufel’s Küche. Über Startnext bittet er nun alle interessierten Bierenthusiasten um die Unterstützung dieses Vorhabens. Bei der Finanzierung des Ziels von 55.000,- € gibt es für Supporter natürlich jede Menge attraktive Dankeschöns: angefangen vom Kleinstbetrag von 5,- € (dafür wird zumindest der eigene Name auf der Website genannt) über den lebenslangen Refill des personalisierten Glases im Taproom (500,- €, 1 Refill täglich) bis zu den „7 fetten Jahren“ (7 Jahre lang jeden Monat eine Kiste mit 12 verschiedenen Brewcifer Bieren frei Haus, schlappe 3.500,- €). Es ist also für jeden was dabei. Also los los unterstützen sobald die Kampagne live geschaltet wird!

Verkostungsnotiz: St. Erhard Farmer

Streich Nr. 3 der Bamberger St. Erhard Brauerei. Nach dem filtrierten (!) Kellerbier und dem Saison gesellt sich nun das „Farmer“ in die Produktpalette der von Christian Klemenz geführten Premium-Marke. Erneut zeichnet Braumeister David Hertl für die Herstellung der Spezialität verantwortlich.

Schon auf der BrauKunst Live in München wurde es präsentiert, ich komme leider erst jetzt dazu, es zu probieren: Ein Crossover-Bier sollte es sein. In diesem Fall musste der Sud des St. Erhard Saison mit seinen Pale-Ale-, Tennen-, Belgischen Karamell-, Weizenbrau- und Weizenkaramellmalzen erneut herhalten. Bei diesem neuen Bier, das in der schicken, orangenen Flasche daherkommt, kamen nun allerdings mit dem Hallertauer Tradition, dem Equinox, dem Vic Secret, dem Mosaic UND dem Cascade gleich fünf Hopfensorten zum Einsatz, die sich im durchaus runden Ergebnis austoben dürfen.

Das Farmer in der markanten Flasche und in Glas

Die Herkunft des dunkel-bernsteinfarbenen Crossover-Biers liegt dabei schon zu Beginn in der Nase: Die Hefe dominiert zunächst, wird aber schnell durch das beachtliche Hopfenaroma ergänzt.

Der Antrunk bietet Grund zur Freude: Ein wenig zurückhaltender als noch beim Geruch zeigt sich zunächst eine hefige Note, die aber bald in den Hintergrund treten und sich der geballten Hopfenpower geschlagen geben muss: Hier liegt der Grund für die Bezeichnung als American IPA.

Für mich als jemand, der sich nur schwer mit der Hefedominanz und der Süße belgischer Biere anfreunden kann, ein sehr gelungenes Bier, welches auch durch seinen durchweg frischen Geschmack punktet. Skeptisch stehe ich nur der – zwar sehr ansprechend designten – orangenen Flasche gegenüber. Ich weiß nicht, wie lange diese Farbe hält oder ob sie in der Heimatbrauerei in Hallerndorf oder irgendwo sonst einfach wieder entfernt werden kann. Als Händler muss ich mich jedenfalls auch mit der steigenden Zahl verschiedener Flaschenformen und -Farben auseinandersetzen, die im Leergutbereich einen Platz finden müssen. Zumindest dürfen Sie zusammen mit den weißen Kellernbier-Flaschen in diselbe Kiste 🙂

Malty Christmas and a Hoppy New Year! Unser Jahresrückblick

Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende – sowohl im persönlichen Umfeld als auch in der nationalen und internationalen Bierlandschaft hat sich einiges getan. Hier ein kurzer Rückblick unserer Themen des Jahres:

Braukunst Live 2014
Das erste Highlight des Jahres war für uns eine Premiere. Zum ersten Mal fuhren wir den weiten Weg nach München. Auch wenn einiges vor Ort nicht ganz optimal organisiert war, hat sich der Weg doch gelohnt. Nebenbei haben wir auch direkt das Taphouse Munich abgecheckt.

Ratsherrn stellt neue Micro Brewery vor
Kaum aus München zurück ging’s schon wieder auf nach Hamburg zu den Jungs und Mädels von Ratsherrn. Die schöne Vorstellung der Micro Brewery unter Leitung von Ian Pyle hat uns gut gefallen und auch der Sud in Zusammenarbeit mit Maisel’s war super!

BrewDog Bar London Shoreditch
Die Reiselust nimmt kein Ende: Max machte bei seinem London-Trip natürlich einen Abstecher zur BrewDog Bar.

Skipping Stone Summer Ale von Craftwerk
Pünktlich zum Start des Sommers durften wir uns über Leckeres von den Bitburger Craftwerkern freuen.

Backbonesplitter West Coast IPA von Hanscraft & Co.
Nach dem erfolgreichen Rechtsstreit um sein Bayerisch Nizza haut Hans Christian Müller die Bombe raus: Sein West Coast IPA wird auf Ratebeer.com nicht ohne Grund mit 96(!) Punkten geführt.

Finest Spirits & Beer in Bochum
Nach der BKL das zweite absolute Highlight dieses Jahres: Frank Böer exportiert die BKL und die Finest Spirits ins Ruhrgebiet. Leider aufgrund geringer Besucherzahlen zum Start nicht ganz so erfolgreich wie erhofft. Aber der Termin für’s nächste Jahr ist bereits gebucht!

Trinkhalle Ruhrgebeat
Endlich hat Bochum seine eigene Craft-Bier-Bar! Tom Gawlig kommt mit seinem minimalistisch eingerichteten Laden gut an und etabliert sich in kürzester Zeit als DIE Adresse für Bierliebhaber in Bochum. Hier gibt er außerdem ein wenig mehr Hintergrundinformationen im Interview preis.

Holy Cowl Barrel Aged Limited Edition von Craftwerk
Auch zum Jahresende hat Craftwerk was feines gezaubert!

Darüberhinaus ist natürlich noch viel, viel mehr in der Szene passiert und unser kleiner Überblick bezieht sich nur auf unser Blog und unsere Erfahrungen. Wir freuen uns sehr, dass unsere Leser dieses Jahr so neugierig auf unsere Beiträge waren und hoffen auch für das nächste Jahr wieder auf reges Interesse.
Uns bleibt an dieser Stelle Euch allen da draußen noch ein Malty Christmas and a Hoppy New Year zu wünschen!

Daniel und Max

Bierverkostung: Hanscraft & Co. Backbonesplitter West Coast IPA

Christian Hans Müller sorgte bereits mit seinem Bayerisch Nizza für Aufsehen und dies nicht nur wegen der hervorragenden Qualität des leichten Sonmerbieres, sondern auch wegen dem Streit mit den Anwälten des Bayerischen Brauerbundes um die Bezeichnung „Bayerisch“ (Kollege Felix vom Endt berichtete ausführlich auf seinem Blog).
Jetzt hat sich der Münchener Brauer mit dem Label Hanscraft & Co. eine Möglichkeit geschaffen, auch weniger traditionell deutsche bzw. bayerische Biere zu brauen: Hanscraft & Co. soll sich nämlich im Besonderen international inspirierten Bierspezialitäten widmen.

Den Anfang macht das West Coast IPA Backbonesplitter. Mit einer extrem guten Bewertung bei ratebeer.com versprach auch diese Kreation ganz großen Biergenuss und in der Tat wurden wir bei der Verkostung nicht enttäuscht!

Backbonesplitter West Coast IPA

Backbonesplitter West Coast IPA

Mit 60 IBU bei 6,6 %-Vol. Alkoholgehalt pendeln wir uns auf jeden Fall schon mal bei den gängigen Werten für (West Coast) IPAs ein. Im Glas entsteht beim Einschenken ein feiner Schaum der sich jedoch relativ rasch von dem satt bernsteinfarbenen Bier verflüchtigt. Auch in der Nase festigt sich das Bild eines sehr guten, typischen IPAs mit einer Mischung von Zitrus und exotischen Früchten und ich meine sogar einen Hauch Banane vernommen zu haben. Geschmacklich entfaltet sich die quad-hopped Hopfenbombe dann richtig: Horizon, Amarillo, Centennial und Simcoe sorgen für ordentlich Herbe und ein erfrischendes Aroma (die Eindrücke vom Duft machen sich hier wieder bemerkbar). Es bleibt außerdem ein dezentes Malzaroma mit angenehmer leichter Süße, die den Hopfen gut auffängt.
Ein hervorragender Einstieg in das klassische IPA Segment und ein sehr gutes Bier wie man es so in Deutschland nur von einer handvoll Brauern kennt. Unbedingt probieren (zum Beispiel bei „Die Currywurst“ in Wanne-Eickel erhältlich)!

Ratsherrn stellt neue Brauanlage vor

Seit knapp vier Jahren nun besteht die Ratsherrn Brauerei unter den Fittichen der Nordmann-Gruppe in den Schanzenhöfen, direkt an der Hamburger Sternschanze, dem Szeneviertel der Elbmetropole. Um den leidenschaftlichen Brauern das Experimentieren zu vereinfachen, hatte der Konzernchef persönlich zur Einweihung einer neuen Micro-Brauanlage geladen. Wir waren gestern mit dabei. Weiterlesen

Ratsherrn bereitet sich auf Eröffnung von Micro-Brewery vor

Neue Micro-Brewery entsteht in Hamburg

Nach einigen Monaten der Planung steht nun der Termin zur Eröffnung der Micro-Brewery der Hamburger Ratsherrn Brauerei fest: am 06.03. wird einem ausgewählten Publikum (unter anderem Max und mir) das neue 2,5 hl Sudhaus präsentiert. Man verspricht, sich auch bei Suden aus diesen Kesseln wieder von der Hamburger Biergeschichte inspirieren zu lassen, legt aber gleichzeitig auch großen Wert darauf, den Blick über den Hamburger und deutschen Tellerrand hinausgehen zu lassen.

Wir sind gespannt. Nicht nur auf die neuen Biere aus der Micro-Brewery, sondern auch auf das speziell zur Eröffnung gebraute, limitierte Bier welches es am Tage der Eröffnung exklusiv zu verkosten geben wird.