Village de la Bière: Willkommen im französischen Bierwunderland

Das Bier kommt im Weinland an!

Feiner Hopfen

Glückliche Käuferin Glückliche Käuferin

Leute, am Wochenende habe ich in der Straßburger Altstadt ein kleines Paradies entdeckt. Nach ewiger Parkplatzsuche fand ich endlich in einem alten Stadtteil inmitten verwinkelter Gassen das „Village de la Bière“, ein französischer Biershop, den ich am liebsten komplett leer gekauft hätte. Er ist zwar nicht unbedingt groß, aber mit hunderten internationaler Biersorten absolut vielfältig und überraschend. Besonders interessante war, dass mir ein Großteil der dort verfügbaren Biere bisher völlig unbekannt waren. Ein Traum für jeden Craft-Bier-Fan!

Da geht einem doch das Herz auf, oder? Da geht einem doch das Herz auf, oder?

In diesem Bier-Dorado schlummert viel Erfahrung, denn den Laden gibt es – laut Verkäufer – immerhin bereits seit rund 30 Jahren. Sein Name ist dennoch kurios: „Dorf der Biere“ heißt er übersetzt. Für mich war es wohl eher ein ganzer Kosmos voller Biere. Schade, dass diese Genusspalette noch nicht in deutschen Shops zu bekommen ist.

Auch einige deutsche Spezialitäten vorhanden Auch einige deutsche Spezialitäten vorhanden

Ich kaufte…

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Ratsherrn stellt neue Brauanlage vor

Seit knapp vier Jahren nun besteht die Ratsherrn Brauerei unter den Fittichen der Nordmann-Gruppe in den Schanzenhöfen, direkt an der Hamburger Sternschanze, dem Szeneviertel der Elbmetropole. Um den leidenschaftlichen Brauern das Experimentieren zu vereinfachen, hatte der Konzernchef persönlich zur Einweihung einer neuen Micro-Brauanlage geladen. Wir waren gestern mit dabei. Weiterlesen

Braukunst Live 2014 – Unser Überblick

Am vergangenen Wochenende, vom 21.02.-23.02.2014, fand bereits zum dritten Mal das Festival der feinen Biere – besser bekannt als Braukunst Live – statt. Wir waren zum ersten Mal dabei und kommen mit gemischten Gefühlen zurück von einem der größten Bierfeste Europas.

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Bierbörse Benrath

Vom 19.07.-21.07. lockte die Benrather Bierbörse zum 22. Mal Durstige und Interessierte in die Fußgängerzone des Stadtteils im Düsseldorfer Süden.

Bei bestem Sommerwetter und Temperaturen um die 30°C stimmten die äußeren Voraussetzung für prallgefülltes Bierfest. Trotzdem waren am Sonntag Nachmittag verhältnismäßig wenig durstige Besuche vor Ort. Umso besser für uns, denn so konnten wir gemütlich und ohne großes Gedrängel die interessanten Angebot testen.

Angeblich sollten rund 700 verschiedene Biersorten an 55 Ständen geboten werden. Wir haben nicht nachgezählt, aber schon allein der Stand vom Haus der 131 Biere aus Hamburg trug sicherlich einen Löwenanteil bei.

Sam Adams Boston Lager

Dort genehmigten wir uns auch das Willkommensbier: ein Sam Adams Boston Lager (angenehm hopfig und erfrischend) und ein IPA 45 von Washington Baltimore Beer Works (etwas flach, vermutlich auch, weil es stark gekühlt direkt aus der Flasche getrunken werden musste).

Neben den diversen Ständen von bekannten und eher unspektakulären Marken wie San Miguel, Budweiser, Żywiec, Guiness oder Ähnlichem gab es auch zwischendrin immer wieder etwas Interessantes zum probieren.

Gut waren zum Beispiel das Dubbel „Tongerlo Bruin“Val-Dieu Brune(Brouwerij Haacht) und und das Tripel „Val-Dieu Brune“ von der namensgebenden Abteibrauerei. Weich und rund wie das Glas war auch das Bier mit einer angenehmen Restsüße und der typischen Malzigkeit. Nach diesem doch etwas schweren Genuss machten wir am Stand der tschechischen Radegast Brauerei halt, um dort das Grapefruit-Bier Chipper zu testen. Eigentlich mehr ein limonadenartiger Geschmack mit nur 3%-Vol. Alkoholgehalt, aber für das Wetter genau richtig. Den Stand vom Hofbräuhaus München mit der Maß für 8,50 € (verhältnismäßig günstig im Vergleich zum Preis in München) links liegen gelassen und lieber ein kleines Helles aus der Klosterbrauerei Andechs zur Stärkung bevor es schon wieder Richtung Bahnhof ging. Unmittelbar am Bahnhof war offenbar die Altbier-Zone: Hier tummelten sich Füchschen, Uerige und Frankenheim eng beisammen, so dass wir doch nicht ohne ein Abschiedsfüchschen wieder nach Hause kamen.

Zusammenfassend kann man doch von einem gelungenen, wenn auch überschaubaren Bierfest reden. Wenn man aufgrund des Titels „Bierbörse“ von einer großen Vielfalt auch ausländischer Sorten und Spezialbiere oder gar Vertretern der Craft-Szene ausgeht, wird man allerdings unter Umständen etwas enttäuscht. Preislich liegen die angebotenen Biere meistens bei um die 3,00 – 4,50 € für ein 0,3l Glas. Recht schade, dass es auch keine Biere in „Probierglasgröße“ gab sondern immer nur ganze „Portionen“. So musste man sich wirklich entscheiden, was man testen möchte wenn man nicht komplett betrunken nach Hause torkeln wollte.

Craft Beer Store Hamburg eröffnet

Am 15.05. eröffnete um 12 Uhr der Craft Beer Store in Hamburg als Ableger der bekannten Ratsherrn Craft Beer Brauerei.

Ab sofort präsentieren sich auf 25 Metern Regalfläche und einem wirklich schick eingerichteten Shop 350 Bierspezialitäten (in Zukunft werden es sicher noch mehr werden).

Highlights des Stores sind neben der Einrichtung und Produktvielfalt sicherlich das begehbare Kühlhaus, die sichtbare und spürbare Liebe der Betreiber zur Materie sowie die offene Verkostung der neu eingetroffenen Biere jeden Freitag und Samstag von 18 – 20 Uhr. Es wird derzeit auch auf Hochtouren an der Website inklusive Shop und Versand gearbeitet. Das dürfte in Zukunft eine schöne, neue Quelle für tolle Biere werden und der Laden rechtfertigt einen zukünftigen Besuch in Hamburg allemal. Wir jedenfalls planen schon unsere nächste Hamburg-Fahrt um einen Besuch an der Sternschanze!

Craft Beer Store Hamburg
Lagerstraße 30a
20357 Hamburg
http://www.craftbeerstore.de http://www.facebook.com/craftbeerstore.hamburg
Geöffnet Montag – Samstag von 12 – 20 Uhr.

Brau you, brau me

Der dreißigste Geburtstag des Herrn Zellmer (im Folgenden „Max“) brachte diesem nicht nur die Einsicht, dass man das mit dem Erwachsenwerden letztendlich selbst bewerkstelligen muss und es entgegen aller ursprünglichen Vermutungen nicht mit dem Erreichen der großen DREI am Anfang getan ist.

Der dreißigste Geburtstag – und damit kommen wir zum Thema – brachte dem Max allerlei aus der Welt des Bieres, so auch ein Hobbybrauset vom Hobbybrauerversand und einen passenden Einkochtopf, den man wunderbar auch zum Würzekochen verwenden kann. Selbstredend entschloss das Geburtstagskind sich nach Erhalt dieses fabelhaften Geschenkes dazu, seine allerersten Versuche zusammen mit Herrn Zog zu unternehmen.

Max verfügt nun also über zwei große Eimer mit spezieller Brauausstattung sowie einen Kronenverkorker, der allerdings zunächst nur spaßeshalber verwendet wird – dazu später mehr.

Mit im Paket die Mischung für das erste „Klosterbier“, bestehend aus zwei verschiedenen Malzen, Hopfenpellets und einem Tütchen Magie, der Trockenhefe. Gemäß der mehr oder weniger ausführlichen beiliegenden Anleitung machten wir uns also nach der verpflichtenden Anmeldung beim zuständigen Hauptzollamt ans Werk:

Bevor all der Kladderadatsch in der aufwendigen Prozedur ein Bier wird, müssen verschiedene Vorgänge so exakt wie möglich durchgeführt werden. Hierzu gehört das mehrmalige Aufheizen auf bestimmte Temperaturen und längeres Halten für genau vorgegebene Zeitspannen. Kurz gesagt wird aus dem Malz Zucker gemacht, welches dann mit Hopfen versetzt wird. Letzteres geschieht im Regelfall beim Kochen. Das ist üblicherweise in jeder Brauerei so, ob groß oder klein. Zum Unterschied der großen Brauereien und dem von uns mittlerweile geliebten „Craft Beer“ folgt bald ein gesonderter Beitrag.

Nach der Umfüllung des gekochten Malzwassers, das man Würze nennt, in den Gäreimer wird dann erst einmal abgekühlt und – ebenfalls nach strikten Anweisungen – die Hefe hinzugegeben und alles fest verschlossen und mit einem Gärröhrchen versehen. Nun beginnt die Hauptgärung: Die Hefe zersetzt den Zucker in der Würze zu Alkohol und Kohlenstoffdioxid und arbeitet außerdem an der Bekömmlichkeit des zukünftigen Getränkes. Hefe ist einfach ein tolles Zeug!

Es gibt massenhaft verschiedene Mischungen aus allerlei Zutaten und auch unheimlich viele verschiedene Vorgehensweisen beim Brauen. Hier haben wir uns zunächst mal recht genau an das Rezept gehalten, schließlich muss man auch erst mal ein Gefühl für das Brauen bekommen. Allerdings hat Max während der Hauptgärung noch zusätzlichen Aromahopfen hinzugegeben (Hopfenstopfen), um gleich etwas „besonderes“ aus seinem ersten Bier zu machen.

Mittlerweile ist das Bier in 24 0,5l-Bügelflaschen, eine 1l-Bügelflasche und eine 0,33l-Longneckflasche umgefüllt. Darin muss es jetzt noch eine Woche bei Zimmertemperatur und dann zwei Wochen bei möglichst niedriger Temperatur lagern. In der ersten Woche nach der Hauptgärung, also innerhalb der Flaschen, bildet sich erst die Kohlensäure, weswegen dies in den ersten Tagen regelmäßig überprüft werden muss. Da wir noch keine Erfahrung haben, haben wir uns deswegen für Bügelflaschen entschieden, weil man die leicht öffnen und wieder verschließen kann.

Ein Problem – neben der ganzen Sauerei in der Küche, die irgendjemand ja auch wieder wegmachen muss – ist die Verschiedenheit des Umgangs mit den Materialien. In diesem Klosterbierrezept beispielsweise füllt man nach der Hauptgärung gleich in Flaschen. Sinnvoller wäre es aber im Nachhinein gewesen, erst in einen anderen Bottich umzufüllen. Jetzt haben wir in jeder Flaschen noch eine gehörige Menge an Schwebstoffen, die hoffentlich beim Verkosten in den Griff zu bekommen ist. In etwa zweieinhalb Wochen wissen wir mehr!

Bierseminar!

Auf ging’s am Samstag zu einem Tag rund ums Bier: Im FBS Recklinghausen fand unter der Leitung von IHK-Bierbotschafter Matthias Kliemt ein Bierseminar statt. Über das mehrere Stunden dauernde Seminar hinweg gab es allerlei nützliches Wissen um Maischen, Gärung, Läuterung und den Brauprozess. Mit Hilfe der BrauEule der Firma Brumas brauten wir währenddessen unser eigenes Bier.

Da ein Bier erwartungsgemäß nicht an einem Nachmittag genussfertig ist, sondern nach dem Brauen noch einige Tage gären und einige weitere Wochen reifen muss, wir aber nicht auf den Biergenuss an dem Abend verzichten wollten, hatte Matthias einige Exemplare zur Verkostung dabei.

Anfangs waren wir etwas enttäuscht, gab es doch zum Start das eher langweilige Helle von Schröder und noch schlimmer, die BVB-Meisterschaftsedition vom Brinkhoffs Pils. Nachdem wir uns aber mit einer selbstgerechten Suppe und Schmalzbroten die Grundlage geschaffen hatten, fuhr Matthias die guten Sachen auf:

Das Aktien Zwick’l Kellerbier aus der Bayreuther Bierbrauerei war ein guter Anfang. Angenehm süffig und  weizenartig. Im Anschluss daran war das herzhaft-rauchige Whiskey-Bier (mit Hilfe von Torf getrocknetes Malz findet hier Verwendung) von Hösl quasi das Gegenteil von dem leichten, fast subtilen Zwick’l. Das Highlight war aber das Pyraser Herzblut, ein Imperial Pale Ale mit 8,6 Volumenprozent Alkoholgehalt. Wir hatten es ungekühlt und so konnte es auch seine ganze Geschmacksvielfalt zeigen.

Alles in einem ein sehr gelungener Samstag und wir freuen uns auf unser fertiges Bier, dessen Verkostung wir in einigen Wochen dann selbstverständlich auch hier dokumentieren werden.

Derweil warten auf uns bereits die nächsten Abenteuer. Noch diese Woche fällt der Startschuss für den ersten eigene Brauvorgang ohne fremde Hilfe und mit etwas „weniger“ professionellem Equiment. Man darf gespannt sein…