Maisel & Friends‘ neue im Test

Schon seit längerem ist die Brauerei Maisel aus Bayreuth nicht mehr nur für ihr feines Weißbier bekannt. Unter der Marke „Maisel & Friends“ gibt es mittlerweile ein dauerhaftes Programm an Bierspezialitäten, die sich allesamt sehen lassen können. Mit dem IPA, dem Citrilla Wheat und dem Hopfenreiter kommen nun gleich drei frische Vertreter im 0.33er-Gebinde („Session-Biere“) in den Handel. Probiert haben wir sie wohl…

…schließlich dürfen wir uns zu den Glücklichen zählen, die vorab immer ein kleines Paket zum Testen erhalten.

 

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Die „neuen“ bei Maisel & Friends

 

Citrilla Wheat

Bei diesem recht kräftigen Weizen-IPA handelt es sich streng genommen nicht um eine Neuheit, wurde es doch vor drei Jahren schon zur Einweihung der Mikrobrauerei bei Ratsherrn in Hamburg als Kooperationssud mit Maisel vorgestellt – damals allerdings noch mit einer anderen Rezeptur.

Goldgelb und mit festem weißem Schaum präsentiert sich das Citrilla und riecht frisch nach Banane und Limette. Im Antrunk bestätigt sich der erste Eindruck und der Fruchtcocktail läuft gefällig mit einer leicht säuerlichen Note den Gaumen entlang, der sich auch an dem sehr runden Malzkörper mit 6% Alkohol erfreut.

Für Freunde von Weizenbieren und IPAs ist dieses Bier sicher einen Versuch wert, vereint es doch die Vorzüge beider Welten, die nicht zuletzt in der überragenden Trinkbarkeit im Sommer liegen.

IPA

Das IPA gesellt sich nun in der 0,33-Liter-Flasche zum Maisel & Friends Pale Ale, welches ja schon fast zum Klassiker geworden ist. Deutlich dunkler allerdings, fast ins Rote gehend, kündigt das IPA eine andere Erfahrung an. Ein grober, hellbrauner Schaum zieht die Blicke zuerst auf sich, dann geht es an die Nase, in der sich rote, tropische Früchte wiederfinden.

Im Geschmack stechen die 50 Bittereinheiten gegenüber der etwas zurückhaltenderen Fruchtnoten von Beeren und Pflaumen recht deutlich heraus. Eine Süße, wie ich sie gern in einem IPA mit 6,3% finde, ist mir hier nicht aussagekräftig genug eingebunden.

Das Maisel & Friends IPA ist definitiv ein Bier für Fortgeschrittene, Probierer sollten weiterhin zunächst zum Pale Ale (grüner Kronkorken) greifen.

Hopfenreiter

Mit einem kunstvollen Motiv des Künstlers Vidam auf dem Etikett versehen, kann die Flasche mit dem neuen Wahnsinns-Gemeinschaftssud schonmal auch ebensolche fortgeschrittenen Bierfans begeistern.

IMG_7826Hier haben gleich sechs andere kreative Brauer jeweils eine (oder mehr) bestimmte Hopfensorte zum Sud beigesteuert. Beteiligt waren dabei bekannte Größen wie Kehrwieder, Crew Republic, Camba Bavaria, AND UNION, HolladieBierfee und die Bayreuther Brauerei als „Gastgeber“.

Das IPA wird bewusst nicht unter dem Oberbegriff der „Sessionbiere“ geführt, sondern erhält auch bei Maisel & Friends den Sonderstatus als „Freestyle“-Bier, als Einzelexperiment sozusagen.

Am Ende finden sich respektable acht verschiedene Hopfen (Amarillo, Bremling, Chinook, Columbus, Ella, Mosaic, Spalter Spalt, Wai-iti) im Bier, welches mit seinen 8,5% Alkohol und 70 IBU als waschechtes Double IPA durchgeht – und auch entsprechend schmeckt.

Dabei werden bei unserem Testexemplar allerdings die Fruchtnoten einmal mehr von der Bitterkeit des Biers und einer leichten alkoholischen Note teilweise überspielt. Wer also einen intensiven Fruchtcocktail erwartet, wird ihn nur finden, wenn er sich darauf konzentriert und das Bier vielleicht etwas wärmer genießt als empfohlen (6°C). Die Beschreibung des Herstellers (rote Beeren, Orangen- und Grapefruitschale) lässt dieses allerdings bereits im Vorhinein vermuten.

Alles in allem trägt Maisel hier weiter zur Vielfalt auf dem deutschen Biermarkt bei und zeigt, dass solide und traditionell handwerkliche Braukunst einer alteingesessenen Brauerei selbstredend auch im Bereich der Kreativbiere mitmischen können.

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