Finest Spirits & Beer 2015 – Der Rückblick

3 Tage bestes Bier und hochwertige Spirituosen liegen hinter uns und einem probierfreudigen Publikum. Zeit, für einen kleinen Rückblick und einen Blick in die Zukunft der FSB in (hoffentlich weiterhin) Bochum!

Grauer Himmel, herbstliche Temperaturen und KEIN Bahnstreik (dafür ein abgebranntes Duisburger Stellwerk) – was für den Besucher eher abschreckend klingt sind laut Veranstalter Frank Böer fast ideale Umstände für eine Bier und Spirituosenmesse. Im letzten Jahr machten sommerliche Temperaturen und strahlender Sonnenschein zusammen mit dem mobilitätshemmenden Bahnstreik den Ausstellern und Böer nämlich das Leben ein wenig schwer, schienen sich doch viele Menschen eher überlegt zu haben, das gute Wetter für Outdoor-Aktivitäten zu nutzen. Wie Böer bei der Begrüßung der Presse am Freitag erklärte, konnte er trotzdem mit den Besucherzahlen im letzten Jahr angesichts der beschriebenen Umstände zufrieden sein.
Nach einigen einleitenden Worten und einer expliziten Bekenntnis zur Location Jahrhundert Halle Bochum als herrausragendes Beispiel pöttlicher Industriekultur übergab er das Wort an Jürgen Witt, seines Zeichens Geschäftsführer des Verbandes Nordrhein-Westfälischer Brauereien. Auch Witt freute sich über die Neuauflage der Messe und die neue, deutsche Biervielfalt, wenngleich er sich auch entschieden hinter das Reinheitsgebot stellte. „Die deutsche Bierlandschaft verfügt über eine enorme Vielfalt an Bieren und die immer neuen Kombinationen der 4 Zutaten des Reinheitsgebotes lassen weiterhin ungeahnt viele Möglichkeiten der Braukunst zu.“. Da die Presserunde nicht nur aus lokalen Zeitungen sondern eben auch aus fachkompetenten Bierbloggern bestand, stieß diese Verteidigung auf wenig Gehör und wirkte etwas deplatziert (so konnte man natürlich auf der Messe selbst diverse Biere jenseits des Reinheitsgebotes probieren).

Frank Böer und Jürgen Witt begrüßen die Presse

Frank Böer und Jürgen Witt begrüßen die Presse

Anschließend an diese kleine Einleitung hatten wir dann Gelegenheit, uns als erste Besucher bei einem Rundgang durch die Halle an ausgewählten (zumeist Premium-Partner der FSB wie Pilsner Urquell, Campari/Appleton, Craftwerk Brewing) Ständen von der Qualität der mitgebrachten Produkten anhand kleiner (oder teilweiser größerer) Geschmacksproben überzeugen. Zu den einzelnen Proben gab es jeweils eine kleine Information der verantwortlichen Brauer / Brenner zu ihrer Arbeit und den Produkten. Da jedoch noch ein ganzer Messetag vor uns lag, begnügten wir uns bei den Proben mit einigen wenigen Schlucken.

 

Das erste Highlight des Tages kam dann auch direkt bei diesem Rundgang am Stand von Lokalpatriot Moritz Fiege: der demnächst auch im Handel erhältliche Pilsbock war trotz seiner 7,8 Vol.-% überraschend spritzig und sehr trinkbar. Angenehmerweise wird die Bierspezialität nicht wie zu erwarten wäre im Premium 0,75l-Gebinde angeboten sondern in der 0,33l Flasche zu einem Preis von unter 3,- €. Zuschlagen lohnt sich!

Unsere besonderen Highlights fanden sich dieses Jahr z.B. am gemeinsamen Stand von Sebastian Sauers Freigeist Bierkultur und dem Dortmunder Getränkefachhandel Rudat. Ersterer ist bekannt für seine ausgefallenen Biere und das Bemühen, längst ausgestorbene Biersorten wieder zum Leben zu erwecken während Letzterer sich zu einer der Anlaufstellen für Craft-Bier-Interessierte im Revier gemausert hat. So überzeugte uns zum Beispiel das Othello Porter von Freigeist mit komplexen Kaffee-, Schoko- und Röstaromen welche nur vom Barrel Reserve Dark Side Of The Moonby von Kissmeyer Beer & Brewing übertroffen wurde.

Sebastian Sauer und Christian Rudat

Sebastian Sauer und Christian Rudat

Bei den Kollegen von One Pint gab’s dann feines aus Dänemark, den USA und England zu probieren. Interessant hier das Sierra Nevada Hop Hunter IPA das mit destilliertem Hopfenöl gebraut wird und dadurch eine intensive Bittere und Geschmackskomplexität erhält.

Hopfen ist ein gutes Stichwort, denn am Stand von der Baath-Haas Group hatte neben den Schweizern von Doppelleu und dem österreichischen Brew Age auch das Berliner Urgestein Thorsten Schoppe sein Bierlager aufgeschlagen und präsentierte neben den bekannten SchoppeBräu und Flying Turtle Bieren auch sein Helles das wir bisher noch nicht kannten, das aber wie zu erwarten war sogleich überzeugen konnte.

Von organisatorischer Seite her kann man Frank Böer nur erneut beglückwünschen. Die Glasorganisation funktionierte tadellos und die Toilettenanlagen der Jahrhundert Halle sind großzügig ausgelegt so dass es (zu mindest bei den Herren) keine Staus gab. Auch von Seiten der Verpflegung hat man dieses Jahr dazugelernt: nicht nur das eigene Catering der Jahrhundert Halle (Currywurst für 4,- € sind dann doch etwas happig) waren vorhanden. In der Halle gab es zünftige Tiroler Spezialitäten die doch eine gute Grundlage bilden konnten. Als Snack zwischendurch war auch das original amerikanische Jerky eine nette Alternative. Dennoch wäre die Idee, vor der Halle den ein oder anderen Food Truck vorfahren zu lassen sicher eine weitere Überlegung wert (wie wäre es mit Beer meets Street Food?).

Insgesamt waren es tolle 3 Tage in Bochum mit grandiosen Bieren, tollen Leuten und einer einzigartigen Atmosphäre. Da davon auszugehen ist, dass der Craft-Bier-Boom in Deutschland weiter Fahrt aufnimmt dürfen wir ebenfalls hoffen, dass es auch im nächsten Jahr wieder eine FSB in Bochum geben wird. Wir sind dabei!

 

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Ein Gedanke zu „Finest Spirits & Beer 2015 – Der Rückblick

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