BrewDog Bar London Shoreditch – Mekka für Craft-Beer-Fans?

Als meine mir Angetraute mir am heiligen Abend ein kleines Paket überreichte, in dem sich ein Buch namens „1000 things to do in London for under £10“ befand, wusste ich gleich: Das kommende Jahr wird legendär. Wir würden nach England fahren, ins Land der Ales, des IPA, der Fish&Chips, des richtigen Englisch, der…Moment. Gibt es dort, in der Hauptstadt des britischen Königreiches, seit einiger Zeit ebenfalls Vertretungen von Brewdog? EXAAAAAACTLY!

„Marvelous!“ Dachte ich so bei mir und verfiel schnell in Apathie, verschob im Geiste die Stadtkarte, zoomte herein und heraus, markierte mir wichtige Punkte und sinnierte darüber, ob ich vor dem Überqueren jeder Straße in die richtige Richtung schauen würde.

Vergangenen Montag war es dann endlich so weit: Flüge und Hotel waren gebucht, London war calling, wie man bei uns sagt. Und nach der ersten anstrengenden Tageswanderung durch diese beeindruckende Stadt machten wir uns am Dienstag auf den Weg zur BrewDog Bar, die sich im östlichen Stadtteil Shoreditch befindet. Wie sich im Nachhinein herausstellte, nicht die einzige, denn es gibt im Stadtgebiet gleich drei mit dem schottischen Kultlabel gebrandet Etablissements. Die anderen hatte ich gar nicht beachtet, weil Google Maps mir beim Anblick der Stadtkarte nur ein Ergebnis geliefert hatte. Dabei waren wir im (übrigens nur zu empfehlenden) Camden nördlich des Stadtzentrums im Prinzip gleich an der Bar vorbeigegangen.

„Once a parlour of grit and grime, Shoreditch now stands as a beacon of radical non-conformity in a sprawling concrete playground.“ Wenn das keine hochgestochene Beschreibung ist. Die Dependance in Shoreditch bietet einige spezielle Köstlichkeiten wie das Blitz Raspberry Ale oder das Old World IPA vom Fass an, die wir direkt orderten. Das Personal erlaubte mir, Fotos vom Innenleben des Ladens zu machen und zeigte sich auch bei der Frage nach verfügbarem Merchandise sehr hilfsbereit. Bis auf die üblichen Shirts und Hoodies war im Moment allerdings kein Material zu haben.

Neben den eigenen Erzeugnissen bieten die BrewDog-Bars allerdings noch so manche Überraschung an: Ausgewählte Craft-Beere anderer Marken stehen hier ebenfalls im eigens bereitgestellten Kühlschrank zum Mitnehmen und sofort trinken bereit. Auch in der stilechten Getränkekarte ist jedes angebotene Bier inklusive Geschmacksbeschreibung und Aromaskalen aufgeführt.


Natürlich gibt es auch Soft drinks und Weine sowie ein paar dermaßen spezielle Spirituosen, dass ich keine der angebotenen Sorten auch nur im Ansatz schon einmal gehört hatte. Am Schluss der Karte wird auf Weihenstephaner Weißbier verwiesen, das nun auch bei BrewDog angeboten wird. Ebenfalls überraschend.
Unsere Wahl fiel dann aber wieder auf etwas ganz anderes: Das BrewDog Watt Dickie, ein per Ice-Verfahren auf 35% Alkohol hochgetuntes India Pale Ale, das aus der 6cl-Flasche über Eis ins Teku-Glas eingefüllt wird. Allein die Erfahrung, diesen Vorgang doch tatsächlich mal in einer Bar erlebt zu haben, macht mich glücklich. Das Watt Dickie ist aber auch ohnedies ein Meisterwerk.

Auch zu essen gibt es im übrigen nur vom feinsten: Die Speisenkarte von Texas Joe’s lag auf dem Tisch gleich neben der deutlichen größeren Getränkekarte. Von der – nach dem Design der Karte zu urteilen – absolut passende und vermutlich hohe Qualität der angebotenen BBQ-Gerichte konnten wir uns allerdings nicht selbst überzeugen, hatten wir doch kurz vorher in Soho bei Honest Burgers gespeist, wo in Kollaboration mit BrewDog der BrewBurger auf der Karte „bestell mich!“ schreit. Selbstredend hatte ich das getan, wird er doch unter Zuhilfenahme von dreierlei Spezialitäten aus der BrewDog-Manufaktur zubereitet.

Langer Rede kurzer Sinn: Wer das Glück hat, ein paar Tage oder länger in der britischen Hauptstadt zu verweilen, kommt um BrewDog erwartungsgemäß nicht herum. Sicher kommt hier auf die ohnehin schon hohen Preise im Königreich noch einmal ein Schlag drauf, aber mal ehrlich: Was macht das schon? Es ist eine verdammte BrewDog-Bar. Und wer die Filiale in Camden besucht, muss noch nicht einmal zehn Minuten mit der U-Bahn fahren und befindet sich zudem gleichzeitig direkt in der Nähe eines der meiner Meinung nach tollsten Orte in ganz London: Camden Town.

In diesem Sinne: Cheerio, Miss Sophie!

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