Selbst gebraut – die Zweite!

Ziemlich genau drei Wochen vor Weihnachten haben wir uns wieder getraut: Die zweite Runde mit meinem Selbstbrauset stand an. Mit der Erfahrung unseres ersten Durchgangs, einer anderen Mischung und ein wenig Motivation sollte alles besser werden. Und siehe da: Mehr als diese Zutaten braucht man nicht, um ein trinkbares Bier herzustellen.

Bestellt hat Daniel die Malzmischung „Pale-Ale“ vom Hobbybrauerversand. Eine vorbereitete und geschrotete Portion aus Pale-Ale-Malz, Caramalz und Sauermalz sowie Hopfenpellets vom East Kent Goldings und Magnum waren zusammen mit einem Tütchen Fermentis Safale S-04 Trockenhefe im Paket.

Noch immer arbeiten wir jedoch mit dem Einkochtopf, der einerseits für Sude über 20l zu klein ist (hier standen glücklicherweise nur 18 im Rezept), andererseits äußerst ungenau ist, was die Temperaturen angeht. Also hing wie schon beim ersten Mal während des gesamten Brauvorgangs ein empfindliches Kochthermometer in der Würze.

Weil wir beim ersten Mal (Mischung „Klosterbier“ mit extra Magnum Hopfen) übermäßig viel Bodensatz bzw. Rückstände auch beim Eingießen hinnehmen mussten, haben wir diesmal beim Läutern bzw. Nachgießen einmal mehr durch ein Tuch gefiltert, was sich später auszahlen sollte. Trotz genauen Nachzählens und hoher Konzentration schlich sich nur ein einziger Fehler ein: Statt der im (diesmal äußerst spärlich ausgefallenen) Rezept angegebenen 18l waren bei uns am Schluss nur knapp unter 15l im Bottich. Erklären können wir uns das nicht.

Genau zu Weihnachten sollte der Sud dann auch fertig sein und siehe da: Es schmeckt! Das trübe Pale Ale ist sehr aromatisch und schmeckt so intensiv und fruchtig, zudem etwas stärker, dass ich mir nicht nehmen ließ, es auf den Namen „Exzenter IPA“ zu taufen. Ein Name, von dem ich schon die ganze Zeit geträumt habe.

Dazu kamen dieses Mal richtige Etiketten, die ich bei beerstickr.com bestellte. Hier wird allerdings eine mit 300dpi auflösende Bilddatei (JPG) vorausgesetzt, was ich etwas merkwürdig fand und was außerdem etwas Mühe kostete. Darüber hinaus kleben die Etiketten nur bei Zimmertemperatur. man muss also damit leben, dass zumindest ein Mal die Kühlkette unterbrochen wird, sonst lösen sie sich sofort wieder ab. Für 24 Stück muss man knapp 10 € hinblättern, was ich für leicht teuer halte. Die beiliegenden Kronkorkenaufkleber trösten darüber nicht hinweg, denn sie sind so unsauber vor-ausgeschnitten, dass man fast an allen weiße Ränder sieht. Den Versuch war das ganze allerdings wert.

Schauen wir mal, wie oft wir im nächsten Jahr brauen wollen und können. Mit der Ausstattung, die wir im Moment haben, ist das ja schon immer eine kleine Sauerei…

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3 Gedanken zu „Selbst gebraut – die Zweite!

  1. fotos! 😀 beim läutern geht würze flöten, beim kochen geht würze flöten und auch hinterher beim whirlpool verbleibt ja, wenn gut läuft ca. 0.5 -1l mit plörre im eimer … deswegen die diskrepanzen bzgl Ausbeute … dad hört sich doch alles super an!

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