Verkostungsnotiz – Vúdú

Dunkles Weizen von Birrificio Italiano in der Verkostung.

Langsam aber sicher probieren wir uns durch das komplette BraufactuM Sortiment. Als neuesten Kandidat gönnte ich mir eine Flasche Vúdú, dem dunklen Weizen der italienischen Brauer unter Leitung von Agostino Arioli. Auffällig wie bei vielen der von BraufactuM angebotenen Biere ist auch hier das schöne Flaschendesign, mit einer schlichten dunklen Flasche und einem schön designten Etikett.
Für die 0,75l Flasche ist der Preis von 11,99 € schon im höheren Bereich der BraufactuM-Riege anzuordnen, aber man bekommt auch etwas für sein Geld:

Nachdem ich den interessanten, mit einem Plastikpfropfen (so dass der Kronkorken auch nach dem Öffnen wieder relativ dicht aufgesteckt werden kann) versehenen Kronkorken geöffnet hatte, strömte mir sogleich ein fruchtig-malziger Geruch entgegen. Im Glas bildet das kräftig schokobraune, unfiltrierte Bier eine dichte und cremige Schaumkrone. Hier offenbart sich dann auch noch eine wesentlich komplexere Nase mit Anklängen von Trockenfrüchten, Malz und einer leichten Rauchnote. Diese Eindrücke verstärken sich dann noch im Mund und harmonieren wunderbar mit der kräftigen Rezenz. Ein erfrischendes und doch komplexes Bier. Im Nachtrunk bleibt eine leichte Malzsüße kurze Zeit auf der Zunge.

4/5 Punkten

Name: Vúdú
Stil: Weizen, dunkel | Alkoholgehalt: 6 %-Vol. | Stammwürze: 16 % 
Produzent: Birrificio Italiano vertrieben in Deutschland durch BraufactuM

 

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4 Gedanken zu „Verkostungsnotiz – Vúdú

  1. Ich fand das Bier auch lecker, aber der Preis ist absolut überzogen. Alles bis 3 Euro/0,5 Flasche kann man vertreten, auch das abgefahrene Roog Rauchbier für 7 Euro fand ich gerade noch akzeptabel, aber 12 Euro für 0,75 l Weizenbier – sorry, das ist Nepp.

    • Sicher, vieles davon ist mit Sicherheit die Marke BraufactuM die man sich extra bezahlen lässt. Aber auf der anderen Seite gibt’s diese Biere eben nicht einfach so im Supermarkt zu kaufen. Wenn man beim Vúdú bleibt: wenn (und ich habe es bisher online noch nicht kaufen können) man es irgendwo (außer direkt in Italien) kaufen kann, zahlt man ja auch noch den Versand etc. und landet dann bestimmt auch wieder bei um die 10 €. Natürlich ist da die Preispolitik z.B. von Maisels für 4,95 € für die 0,75l Flasche (steht bei uns direkt neben dem BraufactuM Kühlschrank) besser. Aber das ist eben auch ein relativ lokales Produkt und damit besser Verfügbar. BraufactuM lässt sich nicht nur die Marke und das Image „Edelbier“ bezahlen sondern eben auch die handfesten Kosten wie Logistik und Kühlung.
      Gebe dir aber recht, 12 € ist happig.

      • Ich gebe Dir Recht, wenn man bei den anderen Bieren den Versand mit in die Rechnung aufnimmt, weil die Biere nicht – wie Braufactum – bei Rewe im Kühlschrank stehen, geht die Rechnung (mehr oder weniger) auf.

        Bei uns in Köln gibts allerdings viele Geschäfte, bei denen Du Exotenbiere bekommst (und der Versand entfällt). Beispielsweise führt ein Kiosk in meiner Umgebung insgesamt 400 verschiedene Biere. Dabei sind echte Exoten von kleinen Crawft Breweries aus den USA und entlegensten Ecken der Welt. Ich habe dort für eine Flasche nie mehr als 4 Euro bezahlt. Da frage ich mich schon, wie der das hinbekommt, v.a. weil er nicht auf so eine bestehende Logistik zurückgreifen kann wie der Radeberger Konzern, zu dem ja Braufactum gehört.

        Naja, bei all den Gefühlen, über den Tisch gezogen zu werden, ertappe ich mich trotzdem immer wieder beim Braufactum kaufen. Die Biere sind wirklich gut, und das mit dem edlen Auftritt hat auch was (aufgeklärte Apple Nutzer wissen wovon ich rede:-)). Sympathischer sind mir jedoch die Paar-Mann-Brauereien und Leute wie der nerdige Kioskbesitzer, der als Einzelkämpfer sein Ding durchzieht.

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