Maisel and Friends – Verkostung

Nachdem die Premium-Marke Maisel and Friends mit drei, für den deutschen Biermarkt zumindest teilweise ungewöhnlichen Sorten an den Start gegangen ist, konnten wir es uns natürlich auch nicht nehmen lassen, einmal selbst zu verkosten. Gesagt getan, für insgesamt knapp 22 € inklusive Versandkosten je ein Exemplar bestellt. Wir haben also flugs das IPA Stefan’s India Ale, Marc’s Chocolate Bock und Jeff’s Bavarian Ale kaltgestellt. Alle drei kommen in edlen 0,75l-Flaschen daher.

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Das in Anlehnung an ein Stout gebraute Chocolate Bock versprach laut Eigenbeschreibung Aromen von Zartbitter, welche sich aber von uns nicht erschmecken ließen. Dafür ist aber eine karamlleige Süße und intensiver Malzgeschmack präsent, ohne dabei schwer zu wirken. Auch positiv hervorzuheben ist die angenehme Rezenz und das damit verbundene frische Trinkerlebnis.

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Bei Stefan’s Indian Ale handelt es sich, wie der Name bereits vermuten lässt, um ein IPA. Damit verbinden wir für gewöhnlich mehr oder weniger intensiven Hopfenduft und florale-fruchtige Noten in der Nase. Umso erstaunter waren wir, so gut wie keinen Geruch wahrzunehmen. Sicherlich war da ein Hauch von Hopfen, leichtem Zitrus, aber keinesfalls so ausgeprägt wie bei anderen IPAs. Geschmacklich gefiel uns Stefan’s Indian Ale dann allerdings ganz gut, wenn auch hier abermals nicht wirkliche Geschmackstiefe vorhanden war.

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Das dritte und letzte Bier im Bunde habe ich dann alleine getestet. Die Interpretation eines Weißbiers hat mir von den drei Bieren am besten gefallen. Spritzig und frisch kommt es ins Glas, bildet dabei schönen, leicht cremefarbenen Schaum aus. In der Nase meinte ich, Anklänge von Orange zu erkennen, dicht gefolgt von den in der offiziellen Beschreibung genannten Cassisnoten. Beide Eindrücke setzen sich beim Probieren fort und machen das Bier gerade bei wärmeren Temperaturen angenehm erfrischend. Angenehm dazu auch die für ein Weißbier doch recht dominante Hopfennote. Gern wieder!

Unterm Strich möchten wir Maisel für den Versuch loben, als erste große, deutsche Brauerei einen Schritt weg vom Fernsehbiermarkt zu machen und etwas neues zu wagen. Auch wenn die verkosteten Biere letztlich für uns keine Alternative zu Craft Bieren sind, bereichern Sie doch den Markt und bringen vielleicht auch den ein oder anderen Biertrinker hierzulande dazu, auch mal einen Blick über den Tellerrand zu werfen. Wenn nun noch der Handel mitzieht und die Flaschen auch im „normalen“ Supermarkt angeboten werden statt nur über Spezialitätenhändler und den hauseigenen Shop, könnte man hier sicherlich einen guten Start hinlegen.

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2 Gedanken zu „Maisel and Friends – Verkostung

  1. schöner artikel. etwas vom fernsehbiermarkt abseits bewegt sich übrigens auch schneider (bekannt von der schneiders weisse). die flaschen sind zwar nicht so schön gestaltet, wie das trio oben, aber geschmacklich passiert dort schon überraschend viel!

  2. Ich stimme dem Artikel zu. Auch mir schmeckt das Jeffs Bavarian Ale von den dreien am besten. Bin eigentlich überhaupt kein Weißbiertrinker aber dieses überrascht dann doch äusserst positiv. Mild im Geschmack, mit leichter Zitrusnote und echt lecker. Werde ich mir definitiv wieder kaufen!
    Und auch meinem Vorredner kann ich nur beipflichten. Das Aventinus Barrique von Schneider hat mich ebenso begeistert!

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