Die große Welle

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Vorhin wurde mir klar, dass mein Interesse, das sich in letzter Zeit für Craft-Bier entwickelt hat, einen vernünftigen Kanal braucht. Bei Facebook die Menschen vorzuwarnen, ist ein Anfang, aber wen interessiert schon längeres Gefasel über Bier, das für die meisten Leute eben einfach „Bier“ und nicht weiter erwähnenswert ist.

Im Zuge dessen postete Daniel auf meinem Profil den Hinweis, dass es nun auch von der (Privatbrauerei) Maisel aus Bayreuth eine neue Produktlinie gibt, nämlich „Maisel & Friends„. Ohne jetzt hier im ersten Testbeitrag ausführlich darauf einzugehen, ist die Stoßrichtung hier natürlich klar: Die Craft-Brauereien, die hierzulande nun auch ENDLICH bekannter werden und teilweise wirklich herrliche Kaltschalen zustande bringen, werden auch von den „großen“ wahrgenommen. Mein Kommentar bei Facebook dazu ist nun Teil dieses ersten Beitrags auf unserem neuen Bierblog.

Was natürlich erschreckt, wenn es auch zu erwarten war, ist diese Goldgräberstimmung unter den etablierten Marken. Maisel’s ist jetzt nicht so schlimm, aber ich bin mir sicher, die Marketingfuzzis von Oetker, InBEV & Co. sitzen mindestens schon rum und denken sich neue Logos und Strategien für „Luxusmarken“ aus, mit denen sie dann bald noch mehr Kohle scheffeln.
Und das geht so: Jetzt kommt hier dann ein Bier mit mal sagen dem Namen „Krombacher Deluxe“ raus. Das gibts dann in den Sorten „Pale Ale“, „Imperial Porter“ und „IPA“. Jeder kauft es. Die „normalen“ Biertrinker probieren es und kaufen es danach entweder nicht mehr oder wundern sich, was man aus Hopfen alles machen kann und kaufen es nochmal. Wer das schon herausgefunden hat, probiert es womöglich vielleicht auch mal, weil ja die Möglichkeit besteht, dass wirklich ein gutes Bier draus geworden ist. Und die etablierten Konzerne gewinnen entsprechend noch mehr.

An dem Punkt muss man sich dann wieder die Frage stellen: Will man, dass es besseres Bier gibt, oder will man, dass kleine Brauer es schaffen, Fuß zu fassen und vermehrt diese unterstützen?

Erinnert mich ein bisschen an die Politik, wo fast alle Parteien sich mittlerweile bestimmte Ziele und auch Ideen von der Piratenpartei abgeguckt haben und viele sagen: „Hauptsache, die Themen sind jetzt endlich auf dem Schirm.“

Ich für meinen Teil warte mal ab, ob ich Recht habe und glaube, wenn jetzt überall Luxusmarken der Platzhirschkonzerne auftauchen, dass ich diese dann auch probieren werde. Obwohl ich mich sicher für beides einsetzen werde, geht es letztendlich vorrangig darum, mehr gutes Bier zu bekommen.

In diesem Sinne: Wir harren mal einfach der Dinge, die da kommen. Bis dahin prost!

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Ein Gedanke zu „Die große Welle

  1. Vollkommen richtig, das ist leider wie mit allem so, woraus man irgendwie Gewinn schlagen kann. Gerade in der Lebensmittelindustrie ist es leider, wie du richtig beschreibst, Gang und Gäbe hochwertige Manufakturprodukte als neue, hippe Marketingideen zu verwursten und daraus allenfalls ein verwässertes Abbild des Originals zu machen das dann a) simplifiziert wird um Massentauglichkeit zu erreichen und b) etliche Zusatzstoffe enthält, um es industriell verwertbar zu machen.

    Beides ist nicht gut, und ich würde vollen Herzens wo immer es geht lieber kleinere, lokale Betriebe unterstützen als – auch wenn es wirklich gut wäre – Industriemassenprodukt vorzuziehen. Das wäre nicht nur für den Konsumenten förderlich sondern würde auch das ganze Problem der Globalisierung des Lebensmittelmarktes dämpfen. Eat, drink, wear LOCAL oder zu mindest versucht es häufig (man möchte ja auch gern mal über den Tellerrand hinausgucken, sonst wird’s öde).

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